Hack gründet Erste Flüchtlingsakademie der Freien Künste

Am 22. September gründeten die beiden Künstler Hermann Josef Hack und Dr. Andreas Pohlmann die Erste Flüchtlingsakademie der Freien Künste, die First Refugee Academy of Arts and Culture, mit mobilem Sitz, zunächst in Deutschland.

Sie setzen damit ihre mit Flüchtlingen auf Sri Lanka, in Peru und im Libanon gewonnen Erfahrungen in die Tat um.

Hack: „Noch nie war die Bedrohung, Teile seines Lebens als Flüchtling zu verbringen, für so viele Menschen so groß. Neben der schon heute großen Zahl von Kriegsflüchtlingen werden weltweit zig Millionen von Klimaflüchtlingen in absehbarer Zukunft einen globalen Migrationsstrom auslösen bzw. verstärken. Wie unsere Arbeit mit Betroffenen belegt, benötigen diese Menschen nicht nur Hilfe zur unmittelbaren Daseinsvorsorge, d.h. Befriedigung der körperlichen Grundbedürfnisse Nahrung, Obdach, medizinische Versorgung. Der Mensch als kulturelles Wesen braucht ebenso geistige Nahrung und die Möglichkeit, seine kulturellen Bedürfnisse zu befriedigen und sich dadurch auszutauschen. Außerdem bringen Menschen, die alles zurück lassen mussten und notgedrungen auf einen Neuanfang ausgerichtet sind, ihre Lebenserfahrungen ein, welche nicht nur für sie, sondern für alle von Bedeutung sind.“

Die weltweit erste Flüchtlingsakademie der Freien Künste schafft Angebote für alle Flüchtlinge, die künstlerisch arbeiten wollen und eine Plattform zum Diskurs mit den Mitteln der Kunst suchen, sowie für alle, die im Sinne eines erweiterten Kunstbegriffes den Austausch und Kontakt zu Künstlerinnen und Künstlern suchen, die sich auf der Flucht befinden.

Pohlmann: „Wir gründen diese Akademie als Kommunikations- und Arbeitsmöglichkeit, weil wir der festen Überzeugung sind, dass Kunst per se keine Grenzen kennt und an jedem Ort der Welt die Möglichkeit zur Entfaltung haben muss. Aus Erfahrung mit ersten Pilotprojekten konnten wir belegen, wie Kunst in ihrer Übersprachlichkeit das schnellste und unkomplizierteste Kommunikationsmedium bietet.“

Die Erste Flüchtlingsakademie der Freien Künste versteht sich sowohl als virtuelle Einrichtung, die als Institution von überall aus wirkt, gleichermaßen auch als Organisator konkreter Begegnungen, Arbeitsmöglichkeiten und Gespräche, insbesondere für Flüchtlinge.

Auf dem Fundament der Freiheit der Kunst, die weltweit uneingeschränkt zu gelten hat, arbeitet sie unabhängig und ohne weltanschauliche Beschränkungen. Damit bietet sie den geeigneten Raum, um Lösungsangebote für die anstehenden Probleme zu machen.

Hier das Gründungsmanifest im Wortlaut:

 

Flüchtlingsakademie der Freien Künste

First Refugee Academy of Arts and Culture

Gründungsmanifest

Heute gründen wir, Hermann Josef Hack und Dr. Andreas Pohlmann, die Erste Flüchtlingsakademie der Freien Künste, die Refugee Academy of Arts and Culture, mit mobilem Sitz, zunächst in Deutschland.

Noch nie war die Bedrohung, Teile seines Lebens als Flüchtling zu verbringen, für so viele Menschen so groß. Neben der schon heute großen Zahl von Kriegsflüchtlingen werden weltweit zig Millionen von Klimaflüchtlingen in absehbarer Zukunft einen globalen Migrationsstrom auslösen bzw. verstärken. Diese Menschen benötigen nicht nur Hilfe zur unmittelbaren Daseinsvorsorge, d.h. Befriedigung der körperlichen Grundbedürfnisse Nahrung, Obdach, medizinische Versorgung. Der Mensch als kulturelles Wesen braucht ebenso geistige Nahrung und die Möglichkeit, seine kulturellen Bedürfnisse zu befriedigen. Außerdem können Menschen, die alles zurück lassen mussten und notgedrungen auf einen Neuanfang ausgerichtet sind, ungewollt wichtige Erfahrungen einbringen, welche nicht nur für sie, sondern für alle von Bedeutung sind.

Wir wählen die Akademie als Zufluchtsort des Geistigen und Kreativen zum versammeln, fokussieren, schützen und Freiräume schaffen. Sie bietet Laborräume zum experimentieren, den Raum für freie Geister, sich sowohl mit dem Traditionellen auseinander zu setzen, wie Neues zu denken und auszuprobieren. Wir schaffen einen akademischen Raum, in dem die Kultur und die Kunst gewürdigt werden, als Angebot an Flüchtlinge, zu denen wir hingehen. Die Kultur ist so wichtig, dass es einen geschützten Raum braucht, in dem man sich bewegen kann. Dieser Raum wird von uns als Akademie bereitgestellt. Der besonderen Situation der Flüchtlinge Rechnung tragend, ist diese Akademie eine virtuelle Einrichtung, die nicht an die traditionellen Verwaltungsstrukturen (Fachschaften, Räte usw.) gebunden, sondern ihren aktuellen Bedürfnissen entsprechend flexibel und mobil kurzzeitig bei den Flüchtlingen mit konkreten Projekten vor Ort präsent, ansonsten zeitlich unbegrenzt als Denkraum vorhanden ist.

Die Erste Flüchtlingsakademie der Freien Künste schafft Angebote für alle Flüchtlinge, die künstlerisch arbeiten wollen und eine Plattform zum Diskurs mit den Mitteln der Kunst suchen, sowie für alle, die im Sinne eines erweiterten Kunstbegriffes den Austausch und Kontakt zu Künstlerinnen und Künstlern suchen, die sich auf der Flucht befinden.

Wir gründen diese Akademie als Kommunikations- und Arbeitsmöglichkeit, weil wir der festen Überzeugung sind, dass Kunst per se keine Grenzen kennt und an jedem Ort der Welt die Möglichkeit zur Entfaltung haben muss. Aus Erfahrung mit ersten Pilotprojekten konnten wir belegen, wie Kunst in ihrer Übersprachlichkeit das schnellste und unkomplizierteste Kommunikationsmedium bietet.

Die Erste Flüchtlingsakademie der Freien Künste versteht sich sowohl als virtuelle Einrichtung, die als Institution von überall aus wirkt, gleichermaßen auch als Organisator konkreter Begegnungen, Arbeitsmöglichkeiten und Gespräche, insbesondere für Flüchtlinge.

Auf dem Fundament der Freiheit der Kunst, die weltweit uneingeschränkt zu gelten hat, arbeitet die Erste Flüchtlingsakademie der Freien Künste unabhängig und ohne weltanschauliche Beschränkungen. Damit bietet sie den geeigneten Raum, um Lösungen für die anstehenden Probleme zu finden.

Ihre Ziele Bildung und freier kultureller Austausch im Sinne einer weltweiten Verständigung entsprechend dem GLOBAL BRAINSTORMING PROJECT sind für alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Weltanschauung ausgerichtet und werden auf der Grundlage der Menschenrechte eingefordert. Sie basiert auf echtem Pluralismus, in dem jeder Mensch einen Wert hat. Als Gegenbild zu einzelnen Ismen, die für sich einen Absolutheitsanspruch geltend machen, bekennen wir uns zu einem pluralistischen Miteinander, in dem jede Kultur von der anderen lernen kann. Getragen vom Grundprinzip eines kommunikativen Erfolgsaustausches werden ein ständiges, grenzüberschreitendes Weiterentwickeln und Integrieren systemimmanent propagiert.

Die Erste Flüchtlingsakademie der Freien Künste soll u.a. Strukturen der Begegnung für Flüchtlinge mit etablierten Bildungs- und Kultureinrichtungen schaffen und Flüchtlinge bei ihrer künstlerischen Arbeit unterstützen.

Die Akademiearbeit erfolgt ambulant, d.h. dort, wo sie benötigt wird, und reagiert insofern flexibel auf die jeweiligen Anforderungen. Sie versteht sich als Modellprojekt und bietet eine Plattform in den sozialen Medien zum Austausch von verschiedenen Kulturtechniken und Inhalten.

Aus dem Erfahrungsschatz unserer bisherigen Projekte für und mit Flüchtlingen, z.B. das Malbuch für Flüchtlingskinder auf Sri Lanka, das Global Brainstorming Expedition Camp Lima oder das Global Brainstorming Beirut Refugee Communication Camp, ziehen wir die Konsequenz, indem wir diese Akademie gründen und so die bisherige Form der Pilotprojekte in ein für alle zugängliches und anregendes Gebilde überführen.

 

 

 

Köln, 22. September 2015

 

Hermann Josef Hack                                                                                             Dr. Andreas Pohlmann

Die weltweit erste Gedenkstätte für die künftigen Opfer des Klimawandels wird verlängert

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Hacks Installation für die Opfer des Klimawandels darf länger bleiben – für Geld.

 

Aufgrund des großen Erfolgs und der guten Beteiligung an der Intervention im öffentlichen Raum „SORRY, 2050!“, die Hermann Josef Hack seit dem 2. Juli 2015 auf dem Europaplatz vor dem ICE-Bahnhof in Siegburg als weltweit erste Gedenkstätte für die zukünftigen Opfer des Klimawandels errichtet hat, wurde die Installation bis zum 24. August verlängert.

 

Neben zahlreichen Fotos von neugeborenen Babys, welche die Klimakatastrophe, die wir nicht verhindert haben, in der Blüte ihres Lebens erfahren werden, zieren Blumen, Kerzen und Kuscheltiere den Ort des Gedenkens. Allerdings wird hier nicht Vergangenes betrauert, sondern Dinge, die wir mit viel Engagement noch verhindern könnten, wenn wir uns bemühen würden.

 

Ein Kondolenzbuch liegt aus, in dem man sich schon jetzt bei den Nachfahren für das heutige Versagen in Sachen Klimaschutz entschuldigen kann. Kein Wunder, dass eine derartige Vorwegnahme der kommenden Realität das Unbehagen Derjenigen weckt, welche sich nicht bequemen wollen, ihre klimaschädliche Lebensweise in Frage zu stellen. Entsprechend ignorant und verstockt sind einige Reaktionen, aber diese bilden die Ausnahme. Überwiegend äußern sich die Passanten betroffen und positiv berührt.

Hermann Josef Hack hat daher die Stadt Siegburg gebeten, seine Installation noch weiter stehen zu lassen. Und freute sich, dass er die Genehmigung erhielt. Allerdings fand er es enttäuschend, dass er hierfür noch zahlen muss. Hack: „ZUSÄTZLICH ZU DEN BEREITS VON MIR GEZAHLTEN 45 EURO GEBÜHR FÜR DIE VERLÄNGERUNG VERLANGT DIE STADT SIEGBURG EINEN WEITEREN BETRAG VON 36 EURO. DAFÜR, DASS ICH EINE AKTION ZUM KLIMASCHUTZ FÜR DIE ÖFFENTLICHKEIT DURCHFÜHRE, MUSS ICH AUCH NOCH GELD BEZAHLEN. NUR, DAMIT KLAR IST, WER HIER WAS UNTERSTÜTZT UND WIE AMBITIONIERT. ES GEHT HIER NICHT UM DIE HÖHE DES BETRAGES AN SICH. DAS ZEICHEN, DASS MAN ALS KÜNSTLER AUCH NOCH GELD MITBRINGEN MUSS, WENN MAN EINE FÜR DEN KLIMASCHUTZ DER ALLGEMEINHEIT GEDACHTE AKTION DURCHFÜHRT, ZEIGT DEN STELLENWERT, DEN MAN HIER DEM KLIMASCHUTZ BEIMISST. EIN WEITERER BELEG FÜR DIE NOTWENDIGKEIT DERLEI AKTIONEN.“

Kunst muss kommunizieren, auch über das Zustandekommen von Kunst und die damit zusammenhängenden Schwierigkeiten.

Jungfilmer aus Los Angeles drehte Kurzfilm über Hacks Arbeit: UN-INVOLVED

UN INVOLVED, 150130, 175 x 170

Der junge Filmer Casey Chavarria aus Los Angeles, USA, hat Ende letzten Jahres einen Film über Hermann Josef Hacks aktuelle Arbeit gedreht. Über Wochen begleitete er Hack im Atelier und bei seiner Aktion vor dem UN-Campus in Bonn. Hier der fertige Film als Video: https://vimeo.com/117774178.

Und hier das Gemälde, dessen Entstehung Casey Chavarria dokumentiert hat:

 

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SORRY, 2050! – Gedenkstätte für zukünftige Opfer des Klimawandels

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Siegburg. Wenn die Passanten aus dem ICE-Bahnhof Siegburg in die Stadt gehen, passieren sie eine Gedenkstätte, wie man sie von Katastrophen oder Unfällen kennt, wenn die Öffentlichkeit durch niedergelegte Blumen und Kerzen ihre Anteilnahme zum Ausdruck bringt. Solch eine Stätte des Gedenkens hat der Künstler Hermann Josef Hack jetzt in seiner Heimatstadt Siegburg für die zukünftigen Opfer des Klimawandels installiert. „Wenn bei uns ein einzelnes Kind vermisst wird oder durch ein Unglück zu Tode kommt, zeigt sich – zu Recht – eine große Anteilnahme der Bevölkerung. Was aber, wenn in wenigen Jahren Millionen Babys von heute unter den Folgen der Klimakatastrophe leiden? Sollten wir uns nicht schon heute bei ihnen für unser Verhalten entschuldigen? Denn sie werden uns vorhalten: ihr habt doch gewusst, welche Auswirkungen die gierige Ausbeutung der Ressourcen und die damit verbundene Vernichtung unserer Lebensgrundlagen haben werden, wieso habt ihr nicht genug unternommen?“, so Hack.

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Gleich nach der Installation erfreute sich die Gedenksätte reger Beachtung, nicht nur junge Familien und Jugendliche, sondern auch Senioren interessierten sich für das Thema und trugen sich in das ausgelegte Kondolenzbuch ein.

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Die Installation wird als Außenaktion der Ausstellung „Shout hin!- Positionen politisch motivierter Kunst“ des Rhein-Sieg-Kunstvereins noch bis zum 31. Juli auf dem Europaplatz in Siegburg zu sehen sein. Alle sind herzlich eingeladen, sich mit Blumenspenden, Kerzen oder Wortbeiträgen, gerne auch im Kondolenzbuch, zu beteiligen.

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Fotos: Hermann Josef Hack

Hack mit Zelten auf MARE NOSTRUM-Tour rund ums östliche Mittelmeer

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Hermann Josef Hack, Blaue Moschee, Istambul, 150622, 2015

Im Juni 2015 reist Hermann Josef Hack rund ums östliche Mittelmeer, um mit seinen Zeltskulpturen auf die zunehmende Zahl von Flüchtlingen hinzuweisen. Unter dem Titel MARE NOSTRUM  bereiste er u.a. Istambul, Athen und kleiner Städte entlang der Mittelmeerküste. Abschotten oder die Flüchtlinge gar als politisches Druckmittel einsetzen wie z.Z. die griechische Regierung in ihren Androhungen, kann keine Lösung sein. Wenn man die ungebremste Klimakatastrophe berücksichtigt, wird sich die Zahl der Flüchtlinge sehr bald verdoppeln.

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Bald werden die Kreuzfahrtschiffe als Transportflotte für Klimaflüchtlinge eingesetzt, weil nur sie über genügend Plätze verfügen.

In Istambul baute Hack gleich in mehreren Moscheen seine Zeltskulpturen auf, z.B. in der Blauen Moschee und in der Hagia Sophia. Nicht nur in der Kölner Kunst-Station Sankt Peter, die Hack gemeinsam mit seinem Kollegen und Projektpartner Andreas Pohlmann in ein riesiges Flüchtlingszelt verwandelte, sondern auch in der Blauen Moschee beteten die Gläubigen unter Hacks bunt bemalten Planen.

 

Istambul Große Moschee tent sculptures, 150622

Hacks Zeltskulpturen vor der Großen Moschee, Istambul, 150622, 2015

Istambul Haghia Sophia tent sculptures, 150621

Hermann Josef Hack, tent sculptures in der Blauen Moschee, Instambul, 150621, 2015

Rhodos harbour tent sculptures, 150625

Hermann Josef Hack, tent sculptures MARE NOSTRUM CAMP, Rhodos, 150625, 2015

Istambul bazar tent sculptures, 150622

Hermann Josef Hack, tent sculptures in Istambul City, 150622, 2015

 

Hermann Josef Hack im Pumpwerk Siegburg

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SHOUT HIN! mit Hermann Josef Hack im Kunstverein Rhein-Sieg

Ab Samstag, dem 13. Juni, 16 Uhr, zeigt der Kunstverein für den Rhein-Sieg-Kreis die Ausstellung „SHOUT HIN! – Positionen politisch motivierter Kunst“ im Pumpwerk Siegburg (Ausstellungsdauer bis 31. Juli).

Neben den Künstler/innen Oliver Breitenstein, Susanne Fasbender und der Gruppe „Werkraum Bild und Sinn“ ist Hermann Josef Hack mit bisher noch nicht gezeigten Arbeiten im Ausstellungsraum auf ebener Erde vertreten.

Sein großformatiges Bild THINK TANK 150527, eine typische Hack-Malerei auf Zeltplane, misst 306 x 228 cm und ist im Mai dieses Jahres entstanden. Als Hinweis auf seine „Bewohnbaren Bilder“, mit denen Hack die Erweiterung vom Tafelbild in den Raum vorantreibt, hat der Künstler den unteren Teil des Gemäldes mit Stöcken von der Wand abgestützt, so dass ein Unterstand, oder wie man in den Krisengebieten sagt, Shelter, unter dem man Schutz suchen kann, entsteht. Rechts daneben eine Papierarbeit mit der Aufschrift STEUERFLÜCHTLINGE, HELFT KLIMAFLÜCHTLINGEN! sowie eine großformatige Panoramaaufnahme von Hacks letzter Aktion am 8. Juni (gemeinsam mit Andreas Pohlmann, von dem auch das Foto stammt) vor dem Kölner Hauptbahnhof GLOBAL BRAINSTORMING REFUGEE COMMUNICATION. Hier zeigte Hack neben seinen eigenen Bildern auch die mit syrischen Flüchtlingen im Libanon kürzlich gemalten Bilder auf Zeltplanen, indem er diese zu einfachen Zelten zusammenbaute.
An der Stirnwand des oberen Ausstellungsraumes findet sich ein mittleres Format mit der Aufschrift FRONTEX, welches einen fliegenden Bienenkorb, in Hacks Sprache „Honeycopter“ über einem Zeltlager in grellen Farben darstellt. Daneben drei Wimpel, die Hack zuletzt in der großen Kölner Fronleichnamsprozession eingesetzt und damit auf die vielen Flüchtlingsschicksale hingewiesen hat. Oberhalb dieser Fahnen aus bemalten Zeltplanen ein Wimpel, den Hack auf seiner Reise zur Weltklimakonferenz in Lima fertigen ließ, als er dort mit seiner POLICIA AGUA den Straßenverkehr blockierte, um auf schonenden Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser hinzuweisen.
Gegenüber dem Treppenabgang findet sich ein Ensemble aus einer Papierarbeit aus dem Jahre 2009 und Miniaturen aus bemalter Plane, welches nicht nur vom Material her mit den anderen Arbeiten korrespondiert und zeigt, dass Hacks Motive auch im kleinen Format ausdrucksstark funktionieren.

Intervention im öffentlichen Raum „SORRY, 2050!“ am 2. Juli vor dem ICE-Bahnhof Siegburg, Europaplatz

Aufgrund einer Auslandsreise wird Hack nicht an der Eröffnung persönlich teilnehmen können. Dafür hat er aber eine eigene Intervention im öffentlichen Raum vor dem ICE-Bahnhof auf dem Europaplatz geplant, die am 2. Juli von ihm vorgestellt wird. Unter dem Titel „SORRY, 2050!“ wird Hack eine Gedenkstätte für Babies, die im Jahr 2050 die Folgen unseres Handelns bzw. Nichthandelns auszubaden haben, einrichten. Hier können sich die Eltern und Großeltern schon jetzt für Ihr Verhalten bei ihren Nachkommen entschuldigen bzw. begründen, warum sie nicht auf deren Bedürfnisse Rücksicht nehmen wollten. Die Installation hatte Hack als Beitrag für die 950 Jahr-Feier vorgeschlagen. Die Veranstalter des evangelischen Jugendcamps, zu dem die Aktion ursprünglich geplant war, wollten „ihren Besuchern diese negative Aktion jedoch nicht zumuten“. Insofern ist jetzt der richtige Zeitpunkt und Rahmen für die partizipative Intervention (alle sind eingeladen, sich mit Statements, Kerzen und Blumen zu beteiligen), deren Aktualität täglich zunimmt und welche die Anliegen gerade der Jüngeren, die es am meisten treffen wird, in den Fokus rückt. Nähere Informationen hierzu werden noch einmal zeitnah bekannt gegeben.

Weitere Ausstellung zum Thema: Die Ausstellung von Pep Bonet mit einer Auswahl von Hacks Zelten des WORLD CLIMATE REFUGEE CAMPs in den Kunsträumen der Michael-Horbach-Stiftung Köln, Wormser Str. 23, wird aufgrund der großen Nachfrage bis zum 22. Juni verlängert.

WDR-TV-Kunstmagazin West-art bringt Portrait von Hermann Josef Hack

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Foto: Dreharbeiten in bzw. vor Hacks Atelier

 

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Foto: GLOBAL BRAINSTORMING REFUGEE COMMUNICATION CAMP, Köln 8. Juni 2015

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Foto: Hack und Kohlmann präsentieren bemalte Zeltplanen aus dem Libanon vor dem Kölner Hauptbahnhof, 8. Juni 2015

 

In seinem TV-Kunstmagazin West-art vom 9. Juni brachte der Westdeutsche Rundfunk ein Portrait von Hermann Josef Hack anlässlich der Aktion GLOBAL BRAINSTORMING REFUGEE COMMUNICATION mit Andreas Pohlmann auf dem Bahnhofsvorplatz vor dem Kölner Dom am 8. Juni 2015.

Hier der Link zur Mediathek: http://www1.wdr.de/fernsehen/kultur/west-art-magazin/sendungen/hermann-josef-hack-100.html

Auch wenn es nicht im Abspann steht, das Bildmaterial aus dem Libanon stammt von Andreas Pohlmann, der die Aktionen nicht nur als Fotograf und Filmer, sondern auch als künstlerischer Projektpartner mitgestaltet hat.

 

 

 

 

Hack mit Flüchtlingsfahnen auf der Großen Kölner Fronleichnamsprozession

Fronleichnam Köln Pohlmann714 150604

Am diesjährigen Fronleichnamstag ist Hermann Josef Hack mit seinen Flüchtlingsfahnen aus bemalten Zeltplanen gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen der Gemeinde Sankt Peter in der Großen Kölner Frohnleichnamsprozession mitgegangen. Die von Hack bemalten Fahnen aus den für ihn typischen Lkw- und Zeltplanen an einfachen Holzstöcken setzten einen künstlerischen Akzent und setzten sich von den traditionellen, zum Teil reich verzierten Fahnen der Handwerksinnungen, Burschenschaften und anderer Vereine deutlich ab. „Sie stehen für alle, die unfreiwillig unterwegs sind, weil sie alles verloren haben und vor Krieg, Unterdrückung und Not auf der Flucht sind,“ so Hack. „Wir tragen diese Fahnen, damit die Menschen, mit denen wir vor Wochen noch in ihren Notbehausungen im Libanon gemeinsam Bilder gemalt haben, konkret dabei sind, sie gehören genauso zu uns wie alle anderen. Die Kinder haben diese Botschaft fröhlich und sehr bewusst in die Prozession getragen.“
Der Künstler, der gemeinsam mit seinem Kollegen Andreas Pohlmann vor wenigen Wochen mit syrischen Flüchtlingen in Tripoli und Saida nahe Beirut ein Kunstprojekt zur besseren Kommunikaton mit Flüchtlingen durchgeführt hatte, freute sich, mit welcher Selbstverständlichkeit seine Fahnen nicht nur von den Trägerinnen und Trägern, sondern auch von den Organisatoren akzeptiert wurden. Noch zur Jahreswende hatte Hack gemeinsam mit Pohlmann aus seinen Bildern ein riesiges Flüchtlingszelt innerhalb der Kunst-Station Sankt Peter errichtet, welches mehrere Hilfsimpulse angeregt und u.a. die Aktion „4000 Lichter für 4000 Kölner Flüchtlinge“ hervorgebracht hatte.
Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat zum Abschluss seiner Ansprache im Dom zu einem Solidaritätsabend für Flüchtlinge am 19. Juni, 19.30 Uhr, auf dem Roncalliplatz in Köln eingeladen, um mit 23.000 Glockenschlägen den seit dem Jahr 2000 über 23.000 ertrunkenen Flüchtlingen zu gedenken. Woelki appellierte daran, Migration endlich als einen Bestandteil unserer Gesellschaft anzuerkennen.
Hack bedankte sich beim Erzbischof für diese klare Haltung und die Gelegenheit, seine Flüchtlingsfahnen als Teil der Fronleichnamsprozession in den öffentlichen Raum zu tragen.
Ein großes Dankeschön an Pater Holter, der die Aktion von Anfang an unterstützt hat, und alle Gemeindemitglieder von Sankt Peter, insbesondere die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die Hacks Fahnen getragen und so erst die Aktion ermöglicht haben!
Foto: Dr. Andreas Pohlmann, Köln

WDR-West-art zeigt Hacks Bilder aus dem Libanon – Aktion auf dem Bahnhofsvorplatz Köln am 8. Juni 11-14 Uhr

Beirut Tripoli Habilitation 150512

 

FRONTEX, 150603, 354 x 276

 

Bewohnbare Bilder aus dem Libanon vor dem Kölner Hauptbahnhof
Hack und Pohlmann zeigen Kunst mit Flüchtlingen aus Tripoli und Beirut
Bahnhofsvorplatz Köln Hbf, Montag, 8. Juni, 11 bis 14 Uhr

 

In seinem Kunstmagazin west-art bringt der Westdeutsche Rundfunk am Dienstag Abend ein Portrait über Hacks Arbeit aufgrund der aktuellen Aktion, die er mit Andreas Pohlmann im Libanon gemeinsam mit syrischen Flüchtlingen durchgeführt hat. Am Montag, 8. Juni, werden Hack und Pohlmann auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz die mit den Flüchtlingen gemalten Bilder vorstellen. Titel der Aktion: GLOBAL BRAINSTORMING REFUGEE COMMUNICATION (11 bis 14 Uhr). Hierzu sind alle herzlich eingeladen.

Hier die Ankündigung des WDR: http://www1.wdr.de/fernsehen/kultur/west-art-magazin/sendungen/hermann-josef-hack-100.html

Flüchtlinge brauchen Kunst genauso dringend wie Nahrung, Unterkunft und medizinische Versorgung. Mit dieser These waren  Hermann Josef Hack und sein Kollege Andreas Pohlmann vom 10. bis 16. Mai in Kooperation mit der Hilfsorganisation CARE in Tripoli und Saida bei Beirut im Libanon, um dort mit syrischen Flüchtlingen ein Kunstprojekt durchzuführen. Schon ein Jahr zuvor hatte Hack seine Bilder auf Zeltplanen, die er zu „bewohnbaren Bildern“ umfunktioniert und z.B. vor dem Reichstag in Berlin oder auf der Schildergasse in Köln gezeigt hatte, im öffentlichen Raum präsentiert und angekündigt, dass er die Bilder zu den Flüchtlingen bringen werde, damit diese sie als Baumaterial für ihre Notbehausungen nutzen können.

Mit den Flüchtlingen gemeinsam sind neue Bilder entstanden, die Hack und Pohlmann am Montag, dem 8. Juni, ab 11 Uhr, auf dem Bahnhofsvorplatz in Köln zeigen werden. Die Aktion unter dem Titel GLOBAL BRAINSTORMING REFUGEE COMMUNICATION setzt eine Reihe von anderen Aktivitäten fort, z.B. mit und für Klimaflüchtlinge, das GLOBAL BRAINSTORMING EXPEDITION CAMP LIMA im Dezember letzten Jahres zur COP 20 Klimakonferenz in Peru oder das BASISLAGER, ein riesiges Flüchtlingszelt in der Kunst-Station Sankt Peter in Köln.

Das WDR-Kulturmagazin Mosaik berichtete über die Aktion, hier zur Information der Beitrag der Kollegen:

http://www.wdr3.de/zeitgeschehen/kunst-mit-fluechtlingen100.html

Hier ein Beitrag des Deutschlandfunks:

http://www.ardmediathek.de/radio/Corso-Deutschlandfunk/Corsogespr%C3%A4ch-Der-K%C3%BCnstler-Hermann-Jose/Deutschlandfunk/Audio-Podcast?documentId=28534752&bcastId=21648810

Eine vergleichbare Aktion mit ähnlichen Zelten hat Hack vor einem Jahr vor dem Reichstag in Berlin durchgeführt, hier ein Video: https://www.youtube.com/watch?v=UVaxI9xiIAU

Vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingspolitik werden die Künstler aus unmittelbarer Anschauung und aus direkten Gesprächen sowie gemeinsamem Arbeiten mit Flüchtlingen einiges berichten. Auch im Interesse der Menschen, mit denen sie gesprochen haben, und die ihnen ihre Botschaften mitgegeben haben, möchten Hack und Pohlmann gerne ihre Erfahrungen mit den Passanten teilen.

Weitere Termine zum Thema:

Die Ausstellung von Pep Bonet mit einer Auswahl von Hacks Zelten des WORLD CLIMATE REFUGEE CAMPs in der Michael-Horbach-Stiftung Köln, Wormser Str. 23, wird aufgrund der großen Nachfrage bis zum 22. Juni verlängert.

Am 13. Juni, um 16 Uhr, eröffnet die Ausstellung SHOUT HIN! – Positionen politisch motivierter Kunst – mit Beiträgen von Oliver Breitenstein, Susanne Fasbender, der Gruppe Werkraum Bild und Sinn und Hermann Josef Hack im Pumpwerk Siegburg, Bonner Str. 65.

Eine Übersicht von Hacks neuen Arbeiten findet sich unter: https://de.pinterest.com/hermannjhack/

Ausstellung SHOUT HIN im Pumpwerk Siegburg, 13 Juni bis 31. Juli 2015

Liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde,
sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, Sie bzw. euch herzlich zu unserer Ausstellung SHOUT HIN im Pumpwerk Siegburg einladen zu dürfen. Die Einladungskarte ist als Anlage beigefügt. In guter Gesellschaft mit politisch motivierten Künstler/innen werde ich vorher noch nicht öffentlich gezeigte Arbeiten präsentieren. Da ich vom 12. Juni an einige Tage im Ausland sein werde, kann ich leider nicht persönlich an der Eröffnung am 13.6. teilnehmen. Dafür werde ich vsl. am 2. Juli eine besondere Aktion im öffentlichen Raum vor dem Siegburger ICE-Bahnhof im Rahmen dieser Ausstellung starten, in der es um die Verantwortung für unsere Kinder und Enkel geht. Näheres wird noch durch die Medien veröffentlicht.Bitte Termin vormerken. Auch wenn wir uns zur Eröffnung nicht sehen können, würde ich mich freuen, wenn Sie/ihr uns die Ehre Ihres/eures Besuches erweisen würdet.

Mit besten Grüßen

Hermann Josef Hack

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